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Schröpfen

Zusätzlich nutzen wir das Schröpfen als eine alte, aber sehr wirksame Therapieform in unserer Praxis. Es zählt zu den Ausleitungsverfahren. Dabei erzeugt man in den unterschiedlich großen Schöpfgläsern über Wärme oder mechanisch über eine Pumpe einen Unterdruck, welcher zu einer Mobilisierung der darunter liegenden Gewebeschichten führt. Durch den entstehenden Unterdruck wird die Oberhaut von den tiefer liegenden Schichten abgehoben und damit die Durchblutung angeregt.

Das Schröpfen beeinflusst Reflexzonen am Rücken, die in enger Beziehung zu inneren Organen stehen. Aufgrund einer reflektorischen Fehlregulation der Durchblutung der Körperoberfläche entstehen Verhärtungen (Gelosen). In diesem Bereich befindet sich eine deutlich vermehrte Gewebespannung, die den venösen Abfluss behindert, so dass sich dort vermehrt Abbauprodukte des Körpers ansammeln können. Mit dem Schröpfen fördert man die Durchblutung des oft unterversorgten Gewebes, verstärkt den Lymphstrom und regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an.  

Es gibt verschiedene Verfahren. Das blutige und unblutige Schröpfen sowie die Schröpfkopfmassage kommen zur Anwendung. Beim blutigen Schröpfen wird die jeweilige Zone leicht eingeritzt und das Schröpfglas so lange auf die Haut gesetzt, bis keine Flüssigkeit mehr austritt.
Beim unblutigen Schröpfen verbleibt das Glas für einige Zeit auf der Haut und man wartet auf eine entsprechende Reaktion des Gewebes. Dies kann bis zu einer rot-bläulichen Verfärbung gehen.

Blutegeltherapie

Die Behandlung mit Blutegeln gehört zu den Ausleitungsverfahren wie auch Aderlass und Schröpfen, das Abführen oder Fasten.

Bei der Blutegeltherapie nutzt man drei Komponenten - die Wirkstoffe des Speichels, den Bissreiz und die Nachblutung. Besonders interessant ist das Hirudin als Bestandteil des Speichels. Es ist gesinnungshemmend, beschleunigt den Lymphabfluß, wirkt antithrombotisch und krampflösend. Durch das Saugen und die Nachblutung werden pro Egel ca. 30 ml Blut aus dem Gewebe ausgeleitet. Das führt zu einer allgemeinen Entlastung der lokalen Entzündung, wirkt blutreinigend und entgiftend.

Die Behandlung dauert in der Regel zwei Stunden. Der Egel hat einen spitzen Mund mit 240 messerscharfen, winzigen Zähnen und mit einem kleinen Saugnapf und Rezeptoren für Wärme, Berührung sowie zur chemischen Analyse. Wenn die Hautoberfläche zwischen 35 und 40 Grad Celsius aufweist und nach Glukose und Schweiß schmeckt, beißt er zu. Das tut kaum weh, denn der Egel sondert bei seinem Biss zahlreiche lokal betäubende und auch schmerzstillende Substanzen in die Wunde ab. Manche schildern den Biss wie das Gefühl bei einem Mückenstich, bei anderen geht das schon eher in Richtung Wespenstich.

Das Wandern des Egels, sein Entfernen von der erwünschten Behandlungsstelle wird durch Überstülpen eines Schröpfglases verhindert. Hat der Egel gebissen, lässt man ihn ungestört saugen, bis er nach zwanzig bis 60 Minuten von allein abfällt. Die Wunde wird dann steril abgedeckt und locker mit einem dicken saugfähigen Verband versorgt, damit die Nachblutung nicht behindert wird.

Die Beschwerden klingen meistens schon nach einer Sitzung ab und können im Abstand von vier bis sechs Wochen wiederholt werden. Verändern sich die Beschwerden auf drei Behandlungsversuche nicht an, ist ein weiterer Therapieerfolg unwahrscheinlich.

Man muss wissen, dass eine kleine sternförmige Narbe zurück bleibt, die nach einiger Zeit verblassen wird. Die häufigste Nebenwirkung stellt der Juckreiz und die Rötung der Bissstelle dar. Bei Einnahme von Gerinnungshemmern oder Gerinnungsstörungen kann die Behandlung nicht zur Anwendung kommen.

 

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